Eine spannende Kombination aus historischer Backsteinarchitektur und moderner Ausstattung kennzeichnet die Neue Mälzerei.
Highlights sind die Kuppelsäle mit ihren hohen Decken, die ursprünglich für die Trocknung des Malzes genutzt wurden. Eine lichte Lobby und atmosphärische Seminarräume.
(Bilder von Rainer Rehfeld)
Der Trainer|Kongress|Berlin findet in dem schönen historischen Räumlichkeiten der Neuen Mälzerei statt.
Das denkmalgeschützte Gebäude der mechanisch-pneumatischen Mälzerei gehörte zur Brauerei Böhmisches Brauhaus und wurde 1898/99 nach Plänen von Arthur Rohmer erbaut. Wie schon in der Aktienbrauerei Friedrichshöhe, verwandte Rohmer neoromanische Formen bei der Wand- und Fenstergestaltung.
1868 hatte Armand Knoblauch das Böhmische Brauhaus nach dem Vorbild eines böhmischen Musterbetriebes gegründet, mit dem Ziel ein helles edelhopfiges Bier herzustellen. Das ansteigende Gelände zwischen Landsberger Allee und Friedenstraße mit einem Höhenunterschied bis zu 10 m ermöglichte den Bau von drei miteinander verbundenen zwei- und dreigeschossigen Lagerkellern. Zum Brauhaus gehörte außerdem eine Restauration mit Festsälen und Biergarten mit ca. 2000 Plätzen.
Das Böhmische Brauhaus bewerkstelligte einen beispiellosen Aufstieg: Bis 1874 konnte die Brauerei ihren Absatz auf 136.000 Hektoliter steigern. Damit stand das Böhmische Brauhaus an der Spitze der Berliner Brauereien. 1883 wurde die erste Eismaschine von Linde aufgestellt, 1898 das erste Biertransportauto in Berlin eingesetzt. Im gleichen Jahr erfolgte der Bau der Neuen Mälzerei.
Neue Mälzerei um 1900
Neue Mälzerei heute
1910 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und nach dem Ersten Weltkrieg die Fusion mit der Löwenbrauerei zur Löwenbrauerei-Böhmisches Brauhaus AG. 1938 war die Produktion auf 420.000 Hektoliter angestiegen.
Bei Kriegsende 1945 waren die Baulichkeiten der Brauerei weitgehend zerstört bzw. beschädigt. Die Bierproduktion wurde an diesem Standort nicht wieder aufgenommen. Von 1952 bis 1992 diente das Gelände als Berliner Weingroßkellerei und war das größte Weinlager der DDR. Das Gebäude der ehemaligen Mälzerei wurde unter anderem vom Großhandelskontor Schuhe als Lagerfläche genutzt, das alte Sudhaus diente bis 2001 als Turnhalle.
Neben verschiedenen Werkstätten und Lagerflächen entstand auf dem Brauereigelände Anfang der 70er Jahre ein Umspannwerk.
Nach der Wende wurde als erster Bau eines "Forums Friedrichshain" von 1999 bis 2001 die Neue Mälzerei restauriert und exklusiv ausgebaut.


Neue Mälzerei
Friedenstr. 91
10249 Berlin
U-Bahn
U 5 bis Strausberger Platz, Ausgang Lebuser Str.
Tram
Linien M5, M6, und M8 bis Platz der Vereinten Nationen
Bus
Linie 240 ab Ostbahnhof bis Friedrichsberger Straße
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