Der Begriff Moderation wird in den unterschiedlichsten Zusammenhängen benutzt. Aber was ist hier damit gemeint?
Ich habe ein schönes, altes Lexikon von 1955. Mal sehen, was es zum Stichwort »Moderation« zu bieten hat! Ich finde nichts. Es scheint also ein neuerer Begriff zu sein. Ich lege mein altes Lexikon zur Seite und nehme mir das Duden-Fremdwörterbuch neueren Datums. Aha, hier gibt es das Stichwort »Moderation, Leitung und Redaktion einer Rundfunk- oder Fernsehsendung«. Mein Blick schweift weiter und findet das Stichwort »moderieren, eine Rundfunk- oder Fernsehsendung mit einleitenden und verbindenden Worten versehen«.
Huch!! Nein, nein, Sie lesen nicht den falschen Workshop! In diesem Online-Workshop geht es nicht um die Fernsehmoderation. Auch nicht um die Moderation, die bei Veranstaltungen einzelne Programmpunkte mit ein paar plaudernden Worten verbindet. Aber worum geht es denn nun? Welche Moderation ist gemeint?
»Video: Irritation zum Thema Moderation - 01:42 Minuten - 1.707 KB
Es geht in diesem Online-Workshop um die Moderation von Gruppen, die zusammenkommen, um etwas zu erarbeiten. Das können Leute sein, die zusammen lernen, Ideen sammeln, Lösungen finden oder etwas entscheiden wollen. Die Moderationsidee ist, daß die Gruppe das Arbeitsergebnis bestimmt und nicht von einem Diskussionsleiter zu einem Ergebnis überredet oder gedrängt wird. Die Teilnehmer handeln selbstbestimmt und eigenverantwortlich. Die Teilnehmerzahl bei einer Moderation liegt in der Regel zwischen vier und fünfzehn Personen. Damit die Gruppe zu einem Ergebnis kommt, werden verschiedene Frage-, Visualisierungs- und Arbeitstechniken eingesetzt.
Bei der Moderationsmethode nimmt der Moderator eine andere Aufgabe wahr als ein Diskussions- oder Gruppenleiter. Der Moderator hilft der Gruppe, zu einem Ergebnis zu kommen. Er gibt nicht das Ergebnis vor, sondern erläutert die Methode und organisiert die Vorgehensweise. Näheres zur Rolle des Moderators finden Sie im Abschnitt »Rolle des Moderators«


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